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JOURNALISMUS IN DEN USA
Die Konten der Kommentatoren
Vor einigen Jahrzehnten noch traten in amerikanischen Filmen Journalisten zumeist
als die unerschrockenen Verteidiger einfacher Menschen auf, die das Opfer von
Korruption und obskuren Machenschaften geworden waren. Heute werden sie
vorzugsweise als aufgeblasene, selbstzufriedene und intrigante Figuren
dargestellt - ein verändertes Bild, das einen Wandel der öffentlichen Meinung
spiegelt. Erklären läßt sich dieser Imagewechsel durch einen Mangel an Distanz,
der sich als kompromittierend erwiesen hat: Die Jurnalisten stehen heute offenbar
denjenigen zu nahe, über die sie schreiben. Und sie haben sich zu weit entfernt
von denen, für die sie schreiben.
Von SERGE HALIMI
ZWÖLF Jahre ist es her, seit die Presse Ronald Reagan
anhimmelte, bei jedem seiner launigen Sprüche kicherte und noch seine finstersten
Schandtaten verschleierte.1 Acht Jahre ist es her, seit ein Leitartikler
angesichts des hohlen, nichtssagenden und vulgären Wahlkampfs von George Bush und
der wohlwollenden Haltung der Medien einräumen mußte: "Wir sind auf den Hund
gekommen."2 Und vier Jahre ist es her, seit ein Journalist, der noch nichts von
den endlosen Fragen ahnte, die seine Kollegen dem Präsidentschaftskandidaten
Clinton wegen seiner außerehelichen Beziehungen stellen würden, klagte: "Wir
berichten über den Wahlkampf, als ginge es um ein Pferderennen und als wären die
Kandidaten Figuren aus einem Fotoroman."3 Und jedesmal (1984, 1988 und 1992)
folgten Seminare, Colloquien, Schuldbekenntnisse und Absichtserklärungen: Das
Übel ist erkannt, die schwarzen Schafe sind aussortiert; beim nächsten Wahlkampf
wird alles anders!
Und dann fängt alles wieder von vorne an: "Die Analyse des Umgangs der Medien mit
den Vorwahlen von 1996 legt nahe, daß es in diesem Jahr noch ärger war als je
zuvor. Weniger denn je wurden die entscheidenden Fragen angesprochen. Dafür griff
man um so häufiger auf die letzte Meinungsumfrage oder ein Meinungsbild zurück,
um zu bestimmen, wer im Aufwind ist. Noch nie wurde soviel über Taktiken und
Strategien gesprochen, noch nie hat man den Prognosen der Journalisten eine solch
unverhältnismäßige Aufmerksamkeit geschenkt."4 Denn wie in Frankreich sind auch
in den USA die Kommentatoren so unermüdlich und allgegenwärtig, wie sie
mittelmäßig sind und sich für allwissend halten. Überzeugt, daß die Kandidaten
ihnen ohnehin nicht das Wasser reichen können, sehen sie auch keinen Grund, ihnen
übermäßig viel Redezeit zuzugestehen.
1968 galt es als "zu lang", wenn ein Redebeitrag während der Fernsehnachrichten
rund zweiundvierzig Sekunden dauerte. Dann befand man, solche Ausschnitte aus
Ansprachen langweilten die Zuschauer, die Sendung verliere dadurch ihren
"Rhythmus". Also kürzte man. Und kürzte immer weiter. Zwanzig Jahre später, 1988,
hatte der Präsidentschaftskandidat nur noch Anspruch auf durchschnittlich neun
Sekunden für seinen Beitrag. Doch da war man schon zu weit gegangen: Die
politische Debatte hatte sich in ein Potpourri von launigen Sprüchen verwandelt,
von Berufshumoristen verfaßt und fernsehtauglich gemacht. So hämmerte George Bush
seinen Zuhörern bei jeder Ansprache ein: "Read my lips: no new taxes!"
("Glauben Sie mir: es wird keine neuen Steuern geben!") Einschließlich Applaus
stimmte damit die Rechnung an Sekunden. Und am Wahltag stimmte auch die Rechnung
bei den Stimmen.
Als Reaktion darauf entstand der "civic journalism" (siehe Kasten Seite
14); ein paar Medienkoryphäen lenkten ein. So versprach Dan Rather,
Nachrichtenmoderator bei CBS, daß in seinem Sender jedem Kandidaten fortan
dreißig Sekunden
Fortsetzung auf Seite 14
DER US-JOURNALISMUS DROHT
Die Konten der
Fortsetzung von Seite 1
ohne Unterbrechung eingeräumt würden, damit sein Gedankengang nicht zerstückelt
werde. Man dankte ihm dieses Versprechen nicht; die Politiker hatten sich längst
an den "Kurzsatz" gewöhnt: Eine halbe Minute Zeit zu haben bedeutete nicht, einen
Gedanken skizzieren zu können, sondern drei Slogans hintereinander von sich geben
zu müssen. 1992 sank die durchschnittliche Sekundenzahl noch einmal von neun auf
acht Sekunden und 1996 schließlich auf sieben.
Ralph Nader, Mitglied der Ökologiebewegung und deren Präsidentschaftskandidat,
berichtet: "Einmal kam NBC zu mir. Die drei Antworten, die ich gab, waren jeweils
zwischen zehn und vierzehn Sekunden lang. Nichts davon kam im Fernsehen. Eine
Woche später kamen sie wieder. Ich redete nie länger als fünf Sekunden, und alles
wurde gesendet. Es dauert nicht mehr lange, und wir werden nur noch bellen: JA!
NEIN! Wie sollen unter diesen Bedingungen jemals neue Führer von
Bürgerrechtsbewegungen populär werden?"5
Larry Saboto, Professor an der Universität von Virginia, fügt hinzu: "Nicht nur
räumt das Fernsehen den Kandidaten immer weniger Zeit ein, sondern darüber hinaus
beanspruchen Journalisten, die zu Stars geworden sind, den Hauptanteil an
Sendezeit." Dies wird auch an folgender Zahl deutlich: Zwischen dem 1. Januar und
dem 4. März 1996, also während der beiden ersten Vorwahlen (die von gigantischem
Medienspektakel begleitet waren), stellten die Fernsehnachrichten von ABC, CBS
und NBC den republikanischen Kandidaten selbst nur 111 Minuten zur Verfügung,
wohingegen die Journalisten, die das Thema "abdeckten", 647 Minuten Sendezeit
bekamen.
Auch in Frankreich floriert diese Art von Kommentaren, die sich als Information
darstellen, dieses Geschwätz ohne Ende und ohne Substanz, diese künstlichen
"Debatten" zwischen "großen Journalisten", die etwa alle sechs Monate einen Essay
absondern, den sie dann unausweichlich jedem dienstbeflissenen Mikro oder
Kugelschreiber anempfehlen.6 Immerhin kennt die Branche in den USA kein "Gesetz
des Schweigens": Die Ausfälle und Schmeicheleien sind nicht weniger widerwärtig
und auch nicht seltener, aber sie werden wenigstens häufiger publik gemacht.
Erst vor kurzem sind wieder zwei Bücher erschienen, die als Beispiele solcher
heilsamen Enthüllungen gelten können; das eine stammt vom neuen Chefredakteur von
US News and World Report7, das andere von einem Journalisten der
Washington Post8. Was James Fallows und Howard Kurtz anprangern - die
Ausrichtung auf Stars bei der Information, die Rolle des Fernsehens, die Summen,
die von den Großen der Branche verdient werden, die Auswirkung ihrer
privilegierten Stellung auf die Kommentare - haben vor ihnen auch schon andere
Autoren analysiert, und sie haben keinen Zweifel daran gelassen, daß sie solche
Auswüchse für eine Folge des Wirtschaftssystems halten.9
Schuld ist also vor allem das Geld. Manche amerikanischen Journalisten scheuen
sich nicht, für einen Redebeitrag von vierzig Minuten 5000 Dollar zu verlangen
(Jane Brody, Spezialistin für Gesundheitsfragen bei der New York Times),
oder 10000 Dollar (Ray Brady, Wirtschaftsjournalist bei CBS News), oder 20000
Dollar (Dare Barry, Humorist beim Miami Herald), ja sogar 30000 Dollar
(Bryant Gumble, Sprecher der Morgennachrichten bei NBC) und auch 50000 Dollar
(Larry King, Talkshow-Star beim CNN).
Auf dem Markt der Berufs- oder Unternehmerverbandskongresse, die für ein solch
hübsches Honorar - offiziell - nur einen wohlklingenden Namen und ein paar
Anekdoten als Gegenleistung erwarten, könnte auch ein Ted Koppel 50000 Dollar pro
"Redebeitrag" fordern (das ist weitaus mehr, als ein Journalist im
Jahresdurchschnitt verdient). Daß er so etwas nicht macht, ist für ihn kein allzu
schmerzliches Opfer: Schließlich erhält er bereits ein Jahressalär von sechs
Millionen Dollar für die Moderation eines täglichen Nachrichtenmagazins bei ABC.
Selbst der am schlechtesten bezahlte unter den Moderatoren der drei großen
Abendnachrichten erhält immerhin noch zwei Millionen Dollar pro Jahr.
Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen den Honoraren gewisser Starmoderatoren
(Patrick Poivre d'Arvor, Anne Sinclair, Christine Ockrent, Gerard Carreyrou...)
und ihrer Vorliebe für das Einheitsdenken ist offenbar nur in Frankreich ein
Skandal. In den Vereinigten Staaten stößt sich niemand an folgender Bemerkung von
James Fallows: "Was die ökonomischen Fragen betrifft (Steuern, Sozialhilfe,
Wirtschaftspolitik, Kampf gegen das Defizit, Haltung gegenüber den
Gewerkschaften), so ist die Meinung der renommierten Journalisten im gleichen
Maße konservativer geworden, wie ihr Einkommen gestiegen ist. In den großen
Zeitungen ist nur sehr selten ein Artikel oder Leitartikel zu lesen, der den
Gewerkschaften gegenüber positiv eingestellt ist." Die Parallele zu Frankreich
drängt sich auf: Wenn Juppe den Vorsitzenden der Gewerkschaft Force ouvriere,
Marc Blondel, oder die kommunistische Gewerkschaft CGT angreift, lobt die
Kommentarmaschinerie begeistert seinen "Wagemut"; kritisiert jedoch Chirac den
Gouverneur der französischen Notenbank, so befürchtet der Propagandaapparat die
Auswirkungen dieser Äußerungen auf die Märkte.
Richard Harwood, ein Altgedienter der Branche und ehemaliger Vertreter der
Washington Post, sieht die Metamorphose des Journalistenberufs so: "Früher
beschrieben wir nicht das Leben der normalen Leute - wir gehörten dazu. Wir
wohnten in denselben Vierteln, und die Reporter betrachteten sich selbst als Teil
der Arbeiterklasse (...). Dann wurden gebildetere Leute Journalisten; die
Gehälter stiegen. Immer besser ausgebildete junge Menschen drängten in den Beruf.
Früher hatte der Reporter einen Lebensstandard, der nur wenig über dem seines
Nachbarn, des Arbeiters, lag. Seit den achtziger Jahren hat in den großen Städten
der Reporter einen Lebensstandard, der knapp unter dem seines heutigen Nachbarn,
einem Anwalt oder Unternehmenschef, liegt. Und die Tausende, die ein
Jahreseinkommen von über 100000 Dollar beziehen, prägen das Bild, das sich die
Öffentlichkeit vom Journalismus macht. Sein Alltagsleben macht den Journalisten
unterdessen empfänglicher für die Probleme der Privilegierten als für das Los von
Arbeitern, die einen Minimallohn erhalten."10
In seinem Buch gibt Howard Kurtz verschiedene Beispiele für die
Voreingenommenheit von Journalisten, die gut im Geschäft sind. Als Präsident
Clinton einen der wenigen fortschrittlichen Beschlüsse seiner Amtszeit faßte,
nämlich die Erhöhung der Einkommenssteuer um 1 Prozent für Höchstverdiener,
machten zahlreiche "große Leitartikler" - die um so empörter waren, als dieses
Gesetz sie selbst schmerzlich traf - die öffentliche Meinung sogleich glauben,
die steuerliche Belastung sei für alle größer geworden.11 Dagegen waren dieselben
Meinungsmacher voller Wohlwollen, als Bill Clinton im Januar 1993, kurz nach
seinem Einzug in Washington, bekanntgab, daß er seine Tochter an einem privaten
College einschreiben werde, das die lächerliche Summe von 10000 Dollar pro Jahr
kostete. Schließlich schickten viele der Journalisten in der Hauptstadt ihre
Kinder in ebendiese Einrichtung.
Und während der Debatte über die Ratifizierung des Nordamerikanischen
Freihandelsabkommens (Nafta) tönte die Propaganda der großen US-amerikanischen
Medien für den freien Handel beinahe ebenso laut wie die Propaganda der
französischen Leitartikler - ob der "linken" oder der rechten Presse - zugunsten
des Vertrags von Maastricht und später zugunsten des Juppe-Plans.12 In der
Washington Post kamen auf einen ablehnenden Kommentar sieben, die das
Freihandelsabkommen befürworteten. Dennoch rechtfertigte sich der Chefredakteur
dieser Tageszeitung mit den folgenden Worten: "In einem so seltenen Fall wie
diesem, wo sich die Leitartikler der Rechten, der Linken und der Mitte einig
waren, wäre es meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt gewesen, ein künstliches
Gleichgewicht herzustellen."13 "Künstlich" war es in der Tat: Gegen das Abkommen
waren nur solch winzige Grüppchen wie die Gesamtheit der amerikanischen
Gewerkschaften, die Mehrzahl der demokratischen Abgeordneten, die republikanische
Rechte von Patrick Buchanan und die Anhänger von Ross Perot. Aber da die
Leitartikler der Washington Post - wie die Unternehmer - nun einmal alle
dafür waren...
So sagt denn auch Mark Hertsgaard: "Es ist Hofberichterstattung. Ihre Vorstellung
von Objektivität und der Bedeutung der Informationen macht sie zu Gefangenen der
häufig künstlichen Debatten, die in der politischen Elite Washingtons geführt
werden."14 Und Howard Kurtz präzisiert: "Sie leben in einem hermetischen Kokon,
treffen nur die reichen Entscheidungsträger und verlassen die Stadt lediglich, um
auf Versammlungen bezahlte Reden zu halten. Sie lassen sich über Sozialhilfe aus,
haben aber nie eine junge Mutter getroffen, die davon leben muß." Wichtig ist
allerdings, daß ihr Kommentar über Fernsehen verbreitet wird, damit er Geld
bringt.
In der Tat ist der Reichtum eines "großen Journalisten" etwas sehr Prekäres: Es
genügt nicht, unterhaltsam und den Mächtigen zu Diensten zu sein. Vor ein paar
Jahren etwa fand der Time-Journalist Hugh Sidey großen Anklang: Obwohl
Demokrat (also "links"), bewies er ständig seine offene Geisteshaltung, indem er
die großen Zielsetzungen, insbesondere der Steuerpolitik, von Reagan und Bush
guthieß. Er verdiente zu der Zeit viel Geld. Doch dann nutzte sich seine
Renegaten- Nummer ab, und er ward auf dem Bildschirm nicht mehr gesehen. Er war
schnell vergessen, seine Honorare sanken in den Keller. Ein
"Kommunikationsberater" erklärt dazu: "Immer, wenn sie aus dem Fernsehen
verschwinden, lädt man sie auch weniger zu Parteitagen und Konferenzen ein.
Sobald jedoch jemand ins Fernsehen geladen wird, verbreiten seine Agenten
Pressemitteilungen, in denen es heißt: ,Schaut ihn euch an, unseren Mann. Er geht
zu der und der Zeit auf Sendung. Auch ihr könnt ihn haben.`"15
Ursprünglich war Cokie Roberts nur eine gute, eher linke Radiojournalistin. Dann
wurde sie ein Fernsehstar, den man häufiger auf dem Bildschirm denn vor Ort
finden konnte. Mittlerweile verlangt sie schon mal 35000 Dollar für einen
Vortrag. Da Arbeitslosenorganisationen nur selten über einen solchen Betrag
verfügen, tritt sie inzwischen recht häufig vor Industrie- und Finanzlobbies auf.
Ihre Einstellungen haben sich geändert: Sie sind konservativer geworden.
Insbesondere in Steuerfragen.
dt. Eveline Passet
1 Siehe Mark Hertsgaard, "On Bended Knee: The Press and the Reagan
Presidency", New York (Shocken Books) 1988.
2 Vgl. Serge Halimi, "Dans les bas-fonds de la campagne electorale
americaine", Le Monde diplomatique, Dezember 1988.
3 Vgl. Serge Halimi, "La presse americaine en campagne", Le Monde
diplomatique, September 1992. Siehe auch James McCartney, "Hoodwinked: The
Media Keep Falling for Campaign Myths", American Journalism Review, März
1996.
4 Stephen Budianski, "Campaign 96: Rating the Media", US News and World
Report, 8. April 1996.
5 Le Magazine de Liberation, 22. April 1995.
6 Man denke nur an den ganzen Medienspektakel, der mit unschöner Regelmäßigkeit
mit dem Erscheinen eines jeden Buches einhergeht, dessen Autor auch über
Medienpräsenz verfügt.
7 James Fallows, "Breaking the News: How the Media Undermine American Democracy",
New York (Pantheon Books) 1996, 296 Seiten, 23 Dollar.
8) Howard Kurtz, "Hot Air: All Talk, All the Time", New York (Times Books) 1996,
407 Seiten, 25 Dollar.
9 Vgl. insbesondere die bemerkenswerte Arbeit des zweimonatlich erscheinenden
Extra! (130 West 25th Street, New York, NY 10001) und das letzte Buch von
Herbert Schiller, "Information Inequality: The Deepening Social Crisis in
America", New York (Routledge) 1996.
10 Zitiert nach James Fallow, a. a. O.
11 Diese Verdrehung zeigt sich in der Formulierung der Meinungsumfragen: So
befragten ABC News und die Washington Post die Amerikaner, ob Clinton "ein
Demokrat alter Schule" sei, der "die Steuern erhöhen und öffentliche Gelder
ausgeben will, oder ein neuer Demokrat, der das Geld des Staates hütet."
12 Was die Aufbereitung dieser Themen in den französischen Medien betrifft, vgl.
Le Monde Diplomatique vom Dezember 1993 (über Nafta), vom Oktober 1992
(über Maastricht) und vom Januar 1996 (über den Juppe-Plan).
13 Zitiert in Extra!, Januar/Februar 1994.
14 Mark Hertsgaard, "Washington Court Press", Nation, 10. Juni 1996. Siehe
auch Eric Alterman, "Sound and Fury: The Washington Punditocracy and the Collaps
of American Politics", New York (Harper & Collins) 1992.
15 Selbst die Printmedien sind diesem Primat der Mattscheibe unterworfen: Die
New York Times hat eine Public-Relations-Firma beauftragt, ihre
Journalisten in Fernsehsendungen zu "plazieren"; Time und Newsweek
zahlen denjenigen ihrer Journalisten, die im Fernsehen oder Radio auftreten, eine
Prämie.
Le Monde Nr. 5002 vom 16.08.1996 Seite 1,14 Le Monde diplomatique 420 Zeilen
Dokumentation Serge Halimi
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